Zu dir wollte ich, weil ich dachte da gäbe es einen bestimmten Punkt auf meiner spirituellen Reise, den ich noch erreichen müsste. Der mir erlaubt zu erkennen, wofür ich hier bin, meiner wahren Bestimmung näher zu kommen, mein Ziel im Leben zu sehen und meine Aufgaben, die mich dahin führen. Aber diese Annahme war ziemlich naiv. Zum einen bin ich ja noch gar nicht allzu lang auf dieser Reise zu mir selbst (erst so richtig seit Neuseeland) und zum anderen musste ich für mich realisieren, dass es wohl kaum diesen einen Punkt gibt, den es zu erreichen gilt, sondern, dass das Leben eine Reise in sich darstellt. Auf der ich Stück für Stück, mir selbst näher komme, meine Talente entdecke und entfalte und am Ende es die Lust ist, die mich in bestimmte Richtungen gehen lässt. Also zumindest denke ich, dass das eine gesunde Herangehensweise ist. Nicht den Vorstellungen und Wünschen Anderer im Leben zu folgen, sondern vor allem auf die Begierden und Träume meines eigenen Herzens zu hören. Klar braucht es manchmal einen Mittelweg, um das Schiff erstmal vielleicht nur ins Wanken zu bringen und nicht gleich zum Kentern, aber solange ich weiß, wofür ich diese Kompromisse eingehe, ist das auch in Ordnung. Und manchmal muss ich auf mein inneres Kind aufpassen, welches einfach Angst vor bestimmten Dingen hat und mich lieber Schritt für Schritt herantasten, als immer gleich direkt ins kalte Wasser zu springen. Es gibt für alles einen richtigen Zeitpunkt und manchmal, sind wir oder die Umstände noch nicht bereit. Dafür fühlt es sich dann umso harmonischer an, wenn wir abgewartet haben und sich alles wie von selbst fügt. Das habe ich wohl am meisten gelernt die letzten Monate, leider nicht auf die sanfteste Art und Weise...

Auch wenn es wirklich drunter und drüber ging bei mir, emotional und gesundheitlich die Reise über, hat es mich doch Einiges gelehrt im Nachhinein. Im Moment zu sein, bei mir selbst anzukommen, es ruhig angehen zu lassen, auf mich selbst Acht zu geben und meiner inneren Wahrheit zu folgen. Noch im letzten Jahr war ich innerlich so unruhig und wollte noch diesen und jenen Workshop mitnehmen, weil ich einfach nicht wusste, wohin mit mir in dieser Welt, in diesem Leben. Auch wenn sich natürlich nicht alle meine Fragen aufgelöst haben, nach meiner Bestimmung und meinen Lebenszielen, so bin ich doch einfach ruhiger geworden. Weil ich eingesehen habe, das solche großen Fragen nicht von heute auf morgen beantwortet werden können. Und es ja sogar auch schön ist, dass das nicht so ist. Weil ich mir somit Raum gebe, das Leben auch einfach zu erleben, zu genießen und passieren zu lassen. Ohne im Vorhinein genau zu wissen, wo es mich hinführt oder wo ich eigentlich hin will.

Allerdings befinde ich mich auch nicht mehr in dem State, mich einfach nur treiben zu lassen, was für mich während meiner Neuseeland Reise ein zentrales Thema war. Mittlerweile ist es mir schon wichtig, Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren auch in die Tat umzusetzen. Auch da dachte ich allerdings im ersten Moment, hey, alles worauf ich Bock habe, kann ich jetzt auch direkt in diesem Moment manifestieren. Weil ich erkannt habe, dass wir Menschen tatsächlich ein unglaublich großes Potenzial haben, Dinge ins Leben zu gebären oder Veränderungen hervorzurufen, wenn wir es wirklich leidenschaftlich wollen. Aber wie gesagt, auch so etwas braucht einfach Zeit und mehrere Schritte nacheinander. So kann ich hier, wie viele andere auch, teilen, dass ich mich nach meiner Yoga Lehrer Ausbildung noch nicht bereit fühlte zu unterrichten. Oder die Fähigkeit andere Menschen auf ihrem Heilunsgweg zu begleiten, erstmal mit meinem eigenen Heilungsprozess anfängt, auf dem es noch so viel zu lernen gibt. Und eine Ayahuasca Dieta zwar mehr Klarheit bringen kann, aber diese Klarheit auch immer wieder umgestoßen werden kann. Vom Leben, welches einfach passiert.


Ein anderes Thema, was bei mir schon immer präsent war, aber in Südamerika auf einer ganz neuen Ebene, ist die Liebe. Ich habe schon früh in meinem Leben angefangen mir romantische Vorstellungen zu spinnen, wie es denn wäre einen Partner fürs Leben zu finden. Meine Schulzeit über habe ich davon wirklich nur geträumt. Ab Neuseeland, wo ich sowieso von vielen festen Vorstellungen über das Leben abgerückt bin, habe ich auch diesem Thema mehr Offenheit entgegengebracht und habe, ich würde sagen, ganz unterschiedliche, überwiegend kurze, intensive, tiefgründige und inspirierende Verbindungen erfahren dürfen. Kurz stand ich davor, freie Liebe in die Welt hinausschreien zu wollen und hätte zu diesem Zeitpunkt wohl auch der Polyamorie eine Chance gegeben. Aber zurück aus Neuseeland wurde bei mir doch wieder die Sehnsucht nach dem einen Partner im Leben präsent, mit dem ich zusammen eine ganz energetische und inspirierende Beziehung erschaffen kann. Und siehe da, an meinem 2. Tag, gerade in Peru angekommen, kreuzten sich zwei Wege bei einer Kakao Zeremonie. War ja klar, da ist das Herz ja immer besonders weit offen bei solchen Events, jedenfalls war das bei mir oft der Fall. Und ja, weil ich so sehr den Wunsch hatte, es mal zu erleben, wie es sich anfühlt in einer Beziehung zu sein, habe ich viele Stimmen in mir überhört, die mir sagten, so mit ihm zusammen zu sein kann auf Dauer nicht gesund sein. Die Vermutung bewahrheitete sich. Die Waage (mein Sternzeichen) befand sich in ständigem emotionalen und gesundheitlichen Ungleichgewicht. Im Nachhinein weiß ich nicht, wie mein Körper das überhaupt solange mitgemacht hat. Wahrscheinlich bin ich jetzt, zurück von meiner Reise, schon knapp 2 Monate krank, mal mehr mal weniger, weil da noch Einiges raus und gefühlt werden will…


Also ja, meine größte Erkenntnis war, dass ich mich glaube ich nur so sehr nach einer Beziehung gesehnt hatte, um nicht die volle Verantwortung für mich und mein Leben übernehmen zu müssen. Jetzt weiß ich, eine Beziehung kann nur dann gesund sein, wenn beide Seiten ein Ziel in ihrem Leben haben. Das muss nicht zwangsläufig langfristig sein, es reicht auch jetzt gerade zu wissen was ich hier tue, aber es ist wichtig, dass wir etwas tun. Für uns selbst, für die Gesellschaft, aber die Beziehung kann einfach nicht alles sein, worauf der Fokus liegt. Weil wir dann doch zu viel aufeinanderhocken, nichts selbst im Leben gebacken kriegen und die Perspektive fehlt.

Zu dir wollte ich, weil ich dachte da gäbe es einen bestimmten Punkt auf meiner spirituellen Reise, den ich noch erreichen müsste. Der mir erlaubt zu erkennen, wofür ich hier bin, meiner wahren Bestimmung näher zu kommen, mein Ziel im Leben zu sehen und meine Aufgaben, die mich dahin führen. Aber diese Annahme war ziemlich naiv. Zum einen bin ich ja noch gar nicht allzu lang auf dieser Reise zu mir selbst (erst so richtig seit Neuseeland) und zum anderen musste ich für mich realisieren, dass es wohl kaum diesen einen Punkt gibt, den es zu erreichen gilt, sondern, dass das Leben eine Reise in sich darstellt. Auf der ich Stück für Stück, mir selbst näher komme, meine Talente entdecke und entfalte und am Ende es die Lust ist, die mich in bestimmte Richtungen gehen lässt. Also zumindest denke ich, dass das eine gesunde Herangehensweise ist. Nicht den Vorstellungen und Wünschen Anderer im Leben zu folgen, sondern vor allem auf die Begierden und Träume meines eigenen Herzens zu hören. Klar braucht es manchmal einen Mittelweg, um das Schiff erstmal vielleicht nur ins Wanken zu bringen und nicht gleich zum Kentern, aber solange ich weiß, wofür ich diese Kompromisse eingehe, ist das auch in Ordnung. Und manchmal muss ich auf mein inneres Kind aufpassen, welches einfach Angst vor bestimmten Dingen hat und mich lieber Schritt für Schritt herantasten, als immer gleich direkt ins kalte Wasser zu springen. Es gibt für alles einen richtigen Zeitpunkt und manchmal, sind wir oder die Umstände noch nicht bereit. Dafür fühlt es sich dann umso harmonischer an, wenn wir abgewartet haben und sich alles wie von selbst fügt. Das habe ich wohl am meisten gelernt die letzten Monate, leider nicht auf die sanfteste Art und Weise...

Auch wenn es wirklich drunter und drüber ging bei mir, emotional und gesundheitlich die Reise über, hat es mich doch Einiges gelehrt im Nachhinein. Im Moment zu sein, bei mir selbst anzukommen, es ruhig angehen zu lassen, auf mich selbst Acht zu geben und meiner inneren Wahrheit zu folgen. Noch im letzten Jahr war ich innerlich so unruhig und wollte noch diesen und jenen Workshop mitnehmen, weil ich einfach nicht wusste, wohin mit mir in dieser Welt, in diesem Leben. Auch wenn sich natürlich nicht alle meine Fragen aufgelöst haben, nach meiner Bestimmung und meinen Lebenszielen, so bin ich doch einfach ruhiger geworden. Weil ich eingesehen habe, das solche großen Fragen nicht von heute auf morgen beantwortet werden können. Und es ja sogar auch schön ist, dass das nicht so ist. Weil ich mir somit Raum gebe, das Leben auch einfach zu erleben, zu genießen und passieren zu lassen. Ohne im Vorhinein genau zu wissen, wo es mich hinführt oder wo ich eigentlich hin will.

Allerdings befinde ich mich auch nicht mehr in dem State, mich einfach nur treiben zu lassen, was für mich während meiner Neuseeland Reise ein zentrales Thema war. Mittlerweile ist es mir schon wichtig, Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren auch in die Tat umzusetzen. Auch da dachte ich allerdings im ersten Moment, hey, alles worauf ich Bock habe, kann ich jetzt auch direkt in diesem Moment manifestieren. Weil ich erkannt habe, dass wir Menschen tatsächlich ein unglaublich großes Potenzial haben, Dinge ins Leben zu gebären oder Veränderungen hervorzurufen, wenn wir es wirklich leidenschaftlich wollen. Aber wie gesagt, auch so etwas braucht einfach Zeit und mehrere Schritte nacheinander. So kann ich hier, wie viele andere auch, teilen, dass ich mich nach meiner Yoga Lehrer Ausbildung noch nicht bereit fühlte zu unterrichten. Oder die Fähigkeit andere Menschen auf ihrem Heilunsgweg zu begleiten, erstmal mit meinem eigenen Heilungsprozess anfängt, auf dem es noch so viel zu lernen gibt. Und eine Ayahuasca Dieta zwar mehr Klarheit bringen kann, aber diese Klarheit auch immer wieder umgestoßen werden kann. Vom Leben, welches einfach passiert.


Ein anderes Thema, was bei mir schon immer präsent war, aber in Südamerika auf einer ganz neuen Ebene, ist die Liebe. Ich habe schon früh in meinem Leben angefangen mir romantische Vorstellungen zu spinnen, wie es denn wäre einen Partner fürs Leben zu finden. Meine Schulzeit über habe ich davon wirklich nur geträumt. Ab Neuseeland, wo ich sowieso von vielen festen Vorstellungen über das Leben abgerückt bin, habe ich auch diesem Thema mehr Offenheit entgegengebracht und habe, ich würde sagen, ganz unterschiedliche, überwiegend kurze, intensive, tiefgründige und inspirierende Verbindungen erfahren dürfen. Kurz stand ich davor, freie Liebe in die Welt hinausschreien zu wollen und hätte zu diesem Zeitpunkt wohl auch der Polyamorie eine Chance gegeben. Aber zurück aus Neuseeland wurde bei mir doch wieder die Sehnsucht nach dem einen Partner im Leben präsent, mit dem ich zusammen eine ganz energetische und inspirierende Beziehung erschaffen kann. Und siehe da, an meinem 2. Tag, gerade in Peru angekommen, kreuzten sich zwei Wege bei einer Kakao Zeremonie. War ja klar, da ist das Herz ja immer besonders weit offen bei solchen Events, jedenfalls war das bei mir oft der Fall. Und ja, weil ich so sehr den Wunsch hatte, es mal zu erleben, wie es sich anfühlt in einer Beziehung zu sein, habe ich viele Stimmen in mir überhört, die mir sagten, so mit ihm zusammen zu sein, kann auf Dauer nicht gesund sein. Die Vermutung bewahrheitete sich. Die Waage (mein Sternzeichen) befand sich in ständigem emotionalen und gesundheitlichen Ungleichgewicht. Im Nachhinein weiß ich nicht, wie mein Körper das überhaupt solange mitgemacht hat. Wahrscheinlich bin ich jetzt, zurück von meiner Reise, schon knapp 2 Monate krank, mal mehr mal weniger, weil da noch Einiges raus und gefühlt werden will…


Also ja, meine größte Erkenntnis war, dass ich mich glaube ich nur so sehr nach einer Beziehung gesehnt hatte, um nicht die volle Verantwortung für mich und mein Leben übernehmen zu müssen. Jetzt weiß ich, eine Beziehung kann nur dann gesund sein, wenn beide Seiten ein Ziel in ihrem Leben haben. Das muss nicht zwangsläufig langfristig sein, es reicht auch jetzt gerade zu wissen was ich hier tue, aber es ist wichtig, dass wir etwas tun. Für uns selbst, für die Gesellschaft, aber die Beziehung kann einfach nicht alles sein, worauf der Fokus liegt. Weil wir dann doch zu viel aufeinanderhocken, nichts selbst im Leben gebacken kriegen und die Perspektive fehlt.

Deswegen stellt für mich der Schritt, die Beziehung verlassen zu haben, auch einen Schritt mehr in Richtung Verantwortung für mich selbst zu übernehmen, dar. Dazu gehört in erster Linie, Verantwortung für meinen eigenen Körper zu übernehmen - was tut mir gut und was nicht, was kann ich machen, damit es mir besser geht und zu lernen, dies auch zu kommunizieren. Verantwortung für das, was ich tue und was ich brauche (auch finanziell) zu übernehmen, alle Randbedingungen zu betrachten und dann erst zu springen. Finanzielle Abhängigkeit wird mich wohl noch ein paar Jahre begleiten (Studium), aber es ist wichtig, mir Gedanken zu machen welchen Lebensstandard ich haben möchte und wie ich diesen finanziert bekomme. Aber auch dabei muss ich mich immer wieder daran erinnern, nicht zu verkrampfen, um nicht in Existenzängsten zu versinken. Denn wenn ich selbst nicht im Fluss bin, dann ist es das Geld wahrscheinlich auch nicht.